Er ist seit zwanzig Jahren im Rennsport aktiv, hat unzählige Siege errungen, sich 2012 zum DTM-Champion gekrönt. Eigentlich hat Bruno Spengler als Racer alles erlebt. Dennoch steht der Kanadier an diesem Wochenende vor einer Premiere. Erstmals in seinem Leben als Rennfahrer wird er ein 24-Stunden-Rennen bestreiten und für das BMW Team RLL in Daytona an den Start gehen. „Ich freue mich riesig auf das Rennen“, sagt Spengler. „Daytona ist eine legendäre Strecke mit einer einzigartigen Atmosphäre. Das wird ein fantastisches Event.“
Der DTM-Star, der bereits in den USA weilt, wird sich mit Bill Auberlen, Dirk Werner und Augusto Farfus am Steuer des BMW Z4 GTLM mit der Nummer 25 abwechseln. „Bei den Vorbereitungstests hatte ich die Gelegenheit, erstmals im BMW Z4 GTLM über den Daytona International Speedway zu jagen“, sagt der Kanadier. „Es hat großen Spaß gemacht, ist aber etwas ganz anderes, als in einem DTM-Auto zu sitzen. Aber die Jungs vom BMW Team RLL haben es mir leicht gemacht, mich schnell an den BMW Z4 GTLM zu gewöhnen. Jetzt komme ich gut mit dem Fahrzeug zurecht.“
Wenn Spengler und sein Team am Samstag um 14:10 Uhr Ortszeit in die 53. Auflage des 24-Stunden-Klassikers starten, ist vieles neu für den Kanadier. Zum einen hat er noch nie ein Rennen in der Nacht bestritten. Aber vor allem an den Verkehr muss sich Spengler gewöhnen. Insgesamt 53 Fahrzeuge – mehr als doppelt so viele wie in der DTM – werden auf der Strecke sein. „Vor allem die Prototypen werden schneller unterwegs sein als wir. Außerdem sind auch viele langsamere Fahrzeuge im Feld. Du musst also genau wissen, wo du dich überholen lassen, und wo du an den Konkurrenten vorbeiziehen kannst.“
Das Rennen in Daytona bildet nicht nur den Auftakt zur Saison 2015 in der United SportsCar Championship. Es läutet zugleich die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen von BMW of North America ein. „Das 24-Stunden-Rennen wird eine neue Herausforderung für mich – aber genau danach suche ich immer“, sagt Spengler. „Zu meinen Erwartungen kann ich wenig sagen. Das Rennen ist lang, vielleicht reden wir vier Stunden vor Schluss noch einmal über unsere Aussichten.“